Rückkühler im Vergleich

Rückkühler oder Kühltürme werden eingesetzt, um Wärme aus einem Medium an die Umgebungsluft abzugeben. Hierbei handelt es sich überwiegend um Kühlwasser für Kältemaschinen. Der Leistungsbereich umfasst 20kW bis 20 MW.

 

Offener Nasskühlturm, Niederdruckbesprühung

Der offene Nasskühler saugt die Luft mittels Axiallüfter durch den Kühlturm. Das Kühlwasser wird gegen die Luftrichtung auf eine Verdunstungsfläche versprüht und gibt somit die Temperatur an die Umgebungsluft ab. Versprüht wird ähnlich wie mit einer Gartenbrause bei 2-4 bar.

Nachteile sind:

  • das Kühlwasser verdunstet und muss nachgespeist werden
  • Enorme Energiekosten für den Sprühdruck
  • Schwadenbildung gerade im Winter
  • Erhöhte Verkeimung, Legionellengefahr

Geschlossener Nasskühlturm, Niederdruckbesprühung

Hierbei wird das Kühlwasser nicht in Kontakt mit der zu Umgebungsluft gebracht (zweiter Kreislauf). Ein Lammellenwärmetauscher wird mit Wasser besprüht oder bei einem stehenden Kühler berieselt. Wasser wird von oben über den Wärmetauscher ohne Versprühung geführt.

Ähnlich wie beim offenen Nasskühler ist hier zusätzlich noch die Aufsalzung des versprühten Wassers als Nachteil zu berücksichtigen. Hohe Abschlämmraten und aufwändige Wasseraufbereitung ist hier nötig. Ständige pH-Wert Überwachung mit Dosiermitteln beugen Lochfrass am Wärmetauscher vor.

Trockenkühler

Ein Trockenkühler besteht nur aus einem Wärmetauscher und dem Ventilator, der dafür sorgt, dass der Lamellen- oder Rohrbündelwärmetauscher seine Wärme an die Umgebungsluft abgeben kann. Es werden keine sekundären Wasserberieselungen eingesetzt. Eine adiabate Abkühlung unterhalb der Umgebungsluft ist somit nicht möglich.

Adiabater Kühler, Hochdruckzerstäubung

Trockenkühler, bei dem die Ansaugluft durch Vernebelung von Wasser bis zur Sättigung befeuchtet wird. Kühlwassertemperaturen weit unter den Außentemperaturen sind somit möglich.
Hybridkühler

Hybridkühler vereinen den Trockenkühler und den Nasskühler. Nach der Berieselungsstufe befindet sich ein weiterer Wärmetauscher, der die austretende Luft nochmals erwärmt, um die Schwadenbildung zu minimieren.